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Kaum zu glauben. Dieses Auto, das so futuristisch aussieht, kommt wirklich als Serienfahrzeug zu
uns nach Deutschland, ganz offiziell beim deutschen Isuzu-Händler. Dabei kennt man die ausgefallenen Isuzu-Studien ja. Klar ist aber auch, dass sie nie den Weg in die
Serienfertigung schaffen. Dass es ausgerechnet beim VehiCross anders sein sollte, hatte niemand erwartet. Die Überraschung war perfekt, als Isuzu verkündete, den VehiCross
tatsächlich zu bauen. Produktionstechnisch erwies sich die Herstellung der eigenwilligen Karosserie jedoch als problematisch, weshalb der Wagen bis heute nur in kleinen
Stückzahlen weitgehend in Handarbeit entsteht. Gebaut wurden zunächst nur Rechtslenker, die ausschließlich auf dem japanischen Heimatmarkt zu bekommen waren. Seit einem
Jahr liefert Isuzu auch Linkslenker und verkauft den VehiCross seit Frühjahr 1999 auf dem US-Markt. Das deutsche Modell ist wiederum die originale amerikanische
Ausführung. Gebaut wird der VehiCross aber weiterhin nur in Japan, obwohl Isuzu in den USA eine eigene Fabrik betreibt, in der beispielsweise Amigo und Rodeo, die
Schwestermodelle des Opel Frontera entstehen. Wer mit diesem Isuzu unterwegs ist, darf sich nicht wundern, wenn andere immer wissen, wo man ist und war. Der VehiCross
ist so auffällig, dass
Passanten sich ständig die Hälse verrenken und sich später jeder erinnern wird, ob er Sie gesehen hat oder nicht. Dabei zeigt sich, dass die Meinungen über das Design geteilt sind: Die einen finden es Klasse, die anderen merkwürdig.
Kompromisse erfordert die Form des VehiCross vom Fahrer. Der kann hinter ihm fahrende Pkw kaum im Innenspiegel erkennen, weil das in die Hecktür integrierte Reserverad
fast den kompletten Rückblick raubt. Die japanischen Modelle haben deshalb eine Videokamera an Bord, die das Geschehen hinter dem Wagen aufzeichnet und beim Einparken
hilft. Im US- und Deutschland-Modell gibt es die Kamera aber nicht, so dass der Blick in die Außenspiegel reichen muss. Auch nach vorne und zur Seite ist die
Übersichtlichkeit alles andere als gut. Das futuristische Design der Karosserie setzt sich im Innenraum nur teilweise fort. Die ausschließlich in der Kombination
Rot-Schwarz erhältliche Inneneinrichtung kombiniert ein sportliches Lenkrad, Verkleidungen im Carbon-Look und mutig gestylte, vor allem aber höchst bequeme Recaro-Sitze
mit den bekannten Standard.Bedienelementen und Instrumenten aus bereits abgelösten Isuzu-Modellen. Die Schieberegler für Heizung und Lüftung stammen aus der ersten
Generation von Amigo/Rodeo/Trooper.
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Die Raumverhältnisse entsprechen denjenigen eines Opel Frontera Sport, vier Personen finden also
ausreichend Platz. Mühsam ist nur der Einstieg nach hinten. Technisch ist der VehiCross auf dem aktuellen Stand. Er hat den seit Sommer 1998 im Trooper/Monterey
eingesetzten 3,5-Liter-V6-Motor mit Schaltsaugrohr unter der Haube, der wesentlich besser aus niedrigen Drehzahlen zieht als das frühere 3,2-Liter-Triebwerk. Eine
Diesel-Variante ist nicht geplant. In Deutschland wird der VehiCross wie das US-Modell ausschließlich mit Automatikgetriebe erhältlich sein. Die Fahrleistungen können sich
sehen lassen: Der Japaner zählt dank seiner 215 PS zu den gut beschleunigenden Geländewagen des Marktes, wobei er seinen ungestümen Vorwärtsdrang in der Praxis auf drei
Gänge verteilt. Die lang übersetzte vierte Fahrstufe dient hauptsächlich zum Dahinrollen und hält den Spritverbrauch bei gemütlicher Fahrweise im akzeptablen Rahmen von
rund 11 L/100 Km. Das aus dem Trooper/Monterey übernommene Fahrwerk wurde für den VehiCross anders abgestimmt und zeigt sich im Gegensatz zum Trooper recht hart
gedämpft, so dass man froh um die komfortablen Recaro-Sitze ist. Andererseits kann der Vehicross dank dieser Auslegung mit geringer Seitenneigung äußerst flott um Kurven
gefahren werden. Die Lenkung spricht direkt an und verleiht dem kompakten Geländewagen eine ausgezeichnete Handlichkeit. Die Allradtechnik entspricht dem aktuellen Isuzu
Trooper Automatik: Der VehiCross hat das “TOD” (Torque On Demand) genannte System mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung, das die Antriebskraft automatisch und
variabel auf die Achsen verteilt. Im Gelände profitiert der VehiCross von seinen kompakten Abmessungen, der recht kurzen Geländereduktion, der wirksamen
Hinterachs-Differentialbremse und der stattlichen Bodenfreiheit von 212 mm. Damit kommt man ganz schön weit, obgleich der VehiCross gar nicht unbedingt als hartes
Off-Road-Gefährt gedacht ist. Immerhin verschränkt er ausgezeichnet, wie ja auch sein zurückhaltend aussehender Bruder, der Trooper. So kommt man auch auf zerfurchtem
Terrain ausgesprochen gut voran. Die Deutschland-Premiere des Isuzu VehiCross findet auf der Automesse AMI in Leipzig vom 8. bis 16. April statt. Im Sommer soll er dann
bei den noch recht wenigen Isuzu-Händlern stehen. Isuzu Deutschland (Telefon 06031-1883) strebt einen Preis von rund 75.000 Mark inklusive reichhaltiger Serienausstattung
an. Es wird zwei Farben geben: Silber und Schwarz.
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